Outlook-Umsstellung erst März 2027

Outlook-Umsstellung erst März 2027

Outlook-Umstellung auf März 2027 verschoben: Strategische Entwarnung für Unternehmen im Kreis Steinfurt

Gute Nachrichten für das Handwerk, Gewerbe und für Freiberufler im Münsterland: Microsoft hat den Zeitplan für die automatische Umstellung auf das „neue Outlook“ (New Outlook for Windows) offiziell angepasst. Statt wie ursprünglich geplant im April 2026, wurde der Rollout für Microsoft 365 Enterprise-Lizenzen nun auf März 2027 verschoben.
Für Sie als Unternehmer bedeutet das vor allem eines: Gewonnene Zeit. Doch warum ist diese Atempause so kritisch? Als Ihr lokaler Microsoft Solutions Partner ordnen wir die Lage für Sie ein.

Warum das „neue Outlook“ für KMU aktuell ein Risiko darstellt

Das neue Outlook ist keine bloße Design-Änderung, sondern ein technologischer Bruch. Während die Web-App modern aussieht, fehlen ihr Funktionen, die im Mittelstand unverzichtbar sind.
  • Stabilität und ERP-Schnittstellen
    Wer in der Fertigung oder im Handel auf die direkte Belegablage aus Outlook in die Warenwirtschaft (ERP) oder auf stabile CRM-Kopplungen angewiesen ist, stößt an Grenzen. Klassische COM-Add-ins werden nicht mehr unterstützt.
  • IT-Infrastruktur und Datenschutz
    Ein kritischer Punkt ist der „Cloud-Sync“. Das neue Outlook überträgt IMAP-Zugangsdaten an Microsoft-Server. Datenschutzbehörden wie die LDI NRW beobachten dies kritisch, da Microsoft so theoretisch Vollzugriff auf das Postfach erhält.
  • Praxis- und Kanzlei-Workflows
    Viele spezialisierte Fachanwendungen und Schnittstellen zu Signaturkarten-Readern setzen auf die klassische Win32-Architektur, die das neue Outlook (noch) nicht bietet.

Unsere Handlungsempfehlung: So nutzen Sie die gewonnene Zeit

Die Verschiebung ist kein Grund zum Nichtstun. Um böse Überraschungen im Jahr 2027 zu vermeiden, raten wir zu folgenden Schritten:
  1. Inventur der Plugins
    Prüfen Sie genau, welche Add-ins und Plugins in Ihrem aktuellen Outlook genutzt werden. Viele dieser Tools sind für Ihre täglichen Prozesse (DMS-Anbindung, Archivierung, Telefonie-Integration) essenziell.
  2. Modernisierung der Lösungen
    Kontaktieren Sie die Anbieter Ihrer Branchensoftware. Klären Sie ab, wann eine Umstellung auf moderne Web-Add-ins erfolgt, die mit der neuen Outlook-Generation kompatibel sind
  3. Umstellung verhindern
    Stellen Sie sicher, dass in Ihrem Unternehmen keine voreilige Umstellung erfolgt, solange die volle Kompatibilität nicht gewährleistet ist. Wir unterstützen Sie dabei, den „New Outlook“-Schalter für Ihre Mitarbeiter zentral zu deaktivieren, um den Status Quo vorerst zu sichern.

Unsere Kunden fragen

Wann wird das klassische Outlook abgeschaltet?

Für Unternehmenskunden mit Microsoft 365 Lizenzen wurde die automatische Umstellung auf März 2027 verschoben. Wichtig zu wissen: Der Support für das klassische Outlook (Win32) besteht darüber hinaus noch mindestens bis 2029, sodass wir gemeinsam eine langfristige Strategie entwickeln können.
 

Warum ist der Datenschutz beim neuen Outlook ein Thema?

Das neue Outlook nutzt ein sogenanntes Proxy-Verfahren (Cloud-Sync), um IMAP-Konten zu integrieren. Dabei werden Zugangsdaten und Nachrichteninhalte auf Microsoft-Servern zwischengespeichert. Für Unternehmen, die einer besonderen Schweigepflicht unterliegen oder strikte DSGVO-Vorgaben umsetzen, ist hier eine genaue Prüfung der Datenflüsse ratsam.

Funktioniert meine Branchensoftware weiterhin mit dem neuen Outlook?

Aktuell unterstützen viele spezialisierte ERP-, CRM- und DMS-Systeme die neue Web-Add-in-Technologie noch nicht vollständig. Da das neue Outlook klassische Schnittstellen (COM/VBA) nicht mehr bedient, sollte ein Wechsel erst erfolgen, wenn die Kompatibilität Ihrer Softwarehersteller explizit bestätigt wurde.

Wir begleiten Sie durch den Prozess

Sie haben Fragen zu Ihrem Office 365-Ökosysten? Wir sind Ihr Microsoft Solutions Partner und klären offene Punkte. Senden Sie einfach eine E-Mail an vertrieb@mdi-nora.de.